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Grundfreibetrag steigt

Auf dem P-Konto steigt ab dem 01. Juli 2022 der Basispfändungsschutz für Guthaben in Höhe des Grundfreibetrages (für Ledige) auf 1339,99 Euro pro Monat.

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P-Konto News

Pfändungstabelle 2022

In der Pfändungstabelle finden Sie die Pfändungsfreibeträge zu Ihrem monatlichen Einkommen. Sie können aber auch unseren Pfändungsrechner nutzen.

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Pfändungstabelle

Aktuelle Infos zum P-Konto

Bearbeitungszeit P-Konto

Der Gesetzgeber gibt den Kreditinstituten drei Geschäftstage Zeit um ein Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln. Das P-Konto muss am vierten Tag eingerichtet sein. Drei Tage können allerdings eine lange Zeit sein, wenn man z.B. wegen einer Kontosperrung nicht an das Geld für den Lebensunterhalt (Miete, Essen...) gelangt.

Daher sollte man noch vor einer drohenden Pfändung den Schutz durch das P-Konto zu beantragen. Dadurch wird im Fall einer Pfändung rückwirkend zum Monatsanfang Geld in Höhe des jeweiligen Freibetrages vor Pfändung geschützt und Überweisungen sowie Abhebungen im Rahmen des Freibetrages sind jederzeit möglich.

Gemeinschaftskonten

Bisher konnte nur ein Einzelkonto in ein P-Konto umgewandelt werden. Bei Gemeinschaftskonten war keine Umwandlung möglich, so dass diese gepfändet werden konnten.

Mit Wirkung vom 1.12.2021 können alle Inhaber von Gemeinschaftskonten (gilt nur für Privatpersonen) die Übertragung des Guthabens nach Anzahl der Inhaber auf Einzelkonten verlangen und diese dann in ein P-Konto umwandeln lassen.

P-Konto bei Minus

Wenn man sein Girokonto als P-Konto führen möchte, muss man sich dafür an seine Bank oder Sparkasse wenden. Sie ist verpflichtet, das Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umzuwandeln. Das ging bisher nur bei Konten die ein Guthaben aufwiesen (im Plus). Bei einem Konto im Minus war eine Umwandlung in ein P-Konto nicht möglich.

Seit dem 1.12.2021 besteht nun ein Recht auf Umwandlung eines Girokontos, welches ein Minus aufweist, in ein P-Konto. Allerdings muss dieses Konto kurzfristig ausgeglichen und im Plus (Guthaben) geführt werden. Eine Überziehung ist weiterhin nicht möglich!

Bessere Ansparmöglichkeiten

Bis zum 30.11.2021 konnten Sie ein Guthaben, welches nicht verbraucht wurde, auf den nächsten Monat übertragen. Seit dem 1.12.2021 ist es möglich, Guthaben 3 Monate lang zu übertragen. Dadurch können auch grössere Anschaffungen wie z.B. eine neue Waschmaschine leichter angespart werden.

Jährliche Anhebung

Bisher wurde der Basispfändungsschutz beim P-Konto alle zwei Jahre an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst. Dies wird nun jährlich geschehen, immer zum 1. Juli des Jahres. Dieses Jahr erfolgt eine aussergewöhnliche Erhöhung um ca. 6 % aufgrund der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und der Erhöhung des jährlichen Steuerfreibetrages zum 1. Juli 2022.

P-Konto Freibetrag steigt

Zum 1. Juli 2022 wird der Basispfändungsschutz auf dem P-Konto angehoben. Er beträgt 1339,99 € pro Monat für Ledige und kann bei Unterhaltspflicht entsprechend erhöht werden. Liegt das Einkommen über dem Pfändungsfreibetrag, wird vom darüber liegenden Teil ein vom Nettolohn und der Anzahl der unterhalberechtigten Familienmitglieder abhängiger Betrag (siehe Pfändungstabelle) gepfändet und danach an den Gläubiger überwiesen. Alle Einnahmen oberhalb der Einkommensobergrenze von 4077,42 Euro werden komplett an den Gläubiger abgeführt.

Beispiel für Pfändungsfreibeträge:

  • Bei einer unterhaltsberechtigten Person: monatlich 1839.99 €
  • Bei zwei unterhaltsberechtigten Personen: monatlich 2109.99 €
  • Bei drei unterhaltsberechtigten Personen: monatlich 2389.99 €

Hier finden Sie die Pfändungstabelle und unseren Pfändungsrechner sowie zusätzliche Informationen zur Pfändungstabelle.

Jährliche Anhebung

Bisher wurde der Basispfändungsschutz beim P-Konto alle zwei Jahre an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst. Dies wird nun jährlich geschehen, immer zum 1. Juli des Jahres. Dieses Jahr erfolgt eine aussergewöhnliche Erhöhung um ca. 6 % aufgrund der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und der Erhöhung des jährlichen Steuerfreibetrages zum 1. Juli 2022.

Allgemeine Informationen zum P-Konto

Ein P-Konto ist eigentlich nur eine Funktionserweiterung des normalen Girokontos, welchen in Deutschland die Grundlage für jede wirtschaftliche Existenz bildet. Ohne eine Bankverbindung bekommt man weder einen Handyvertrag noch eine Wohnung und meist auch keinen Job. Seit dem 1. Juli 2010 gibt es nach der Umsetzung des “Gesetzes zur Reform des Kontopfändungsschutzes” die Möglichkeit, bei seiner Bank sein Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln. Die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen finden sich im § 850k der Zivilprozessordnung (ZPO).

Der Pändungsschutz beim P-Konto dient der Sicherung einer angemessenen Lebensführung des Schuldners und seiner Unterhaltsberechtigten. Automatisch besteht auf dem P-Konto aktuell ein Basispfändungsschutz für Guthaben (bei Personen ohne Unterhaltsberechtigte) in Höhe des Grundfreibetrages von derzeit 1259,99 € pro Monat.

Der Basispfändungsschutz kann unter bestimmten Voraussetzungen erhöht werden, zum Beispiel wegen Unterhaltspflichten des Schuldners. Dieser Betrag erhöht sich z.B. auf monatlich 1729.99 € bei einer und auf 1989.99 € bei zwei Personen (weitere Personen siehe Pfändungstabelle, Stand 1. Juli 2022), wenn gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind. Auf Nachweis sind auch Kindergeld und Kinderzuschläge auf dem P-Konto pfändungsfrei, ebenso bestimmte weitere Sozialleistungen. Besondere Aufwendungen können beim Vollstreckungsgericht geltend gemacht werden, zum Beispiel Kosten die im Zusammenhang mit einer Diabetes-Erkrankung o.ä. stehen. Das Gericht bzw. die Behörde bestimmt auf Antrag den zusätzlichen pfändungsfreien Betrag, der durch das P-Konto geschützt wird.

Wer braucht ein P-Konto?

Ein P-Konto braucht im Grunde Jeder, der von einer Kontopfändung betroffen ist bzw. dem diese droht. Spätestens 4 Wochen nach einer Kontopfändung muß ein Konto in ein P-Konto umgewandelt sein, da sonst das gesamte Guthaben an den Gläubiger überwiesen wird! In Deutschland ist jede Bank und Sparkasse gesetzlich verpflichtet, ein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln. Jedes Girokonto, seit 1.12.2021 auch ein Konto im Minus, kann durch eine Vereinbarung mit der kontoführenden Bank oder Sparkasse in ein P-Konto umgewandelt werden. Das P-Konto gibt den Schuldnern die Möglichkeit, während einer Kontopfändung über den unpfändbaren Teil ihrer Einkünfte zu verfügen und so weiter am Wirtschaftsleben teilzunehmen.

Umwandlung in ein P-Konto

Jeder kann selbst bei seiner Hausbank oder Sparkasse ein P-Konto selbst einrichten. Dies kann direkt beim Kundenberater in der Bank erfolgen oder auf schriftlichen Weg z.B. bei Online-Banken. Es muss lediglich ein Antrag schriftlich gestellt und der Bank zugesandt werden. Von Seiten der Geldinstitute werden entsprechende Anträge zur Verfügung gestellt. Nach der Bestätigung durch die Bank kann der Kunde über sein P-Konto verfügen. Die Umstellung kann für den laufenden Monat auch rückwirkend beantragt werden und sollte innerhalb von vier Arbeitstagen bearbeitet sein.

Wer kann die zusätzlichen Freibeträge bescheinigen?

Diese Bescheinigungen dürfen Arbeitgeber, Rechtsanwälte, Sozialleistungsträger, Familienkassen, Steuerberater und alle anerkannten Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen ausstellen. Sie sind jedoch nicht dazu verpflichtet. Desweiteren müssen die Banken und Sparkassen Sozialleistungsbescheide sowie elektronisch erstellte Gehaltsabrechnungen, aus denen sich Unterhaltsverpflichtungen ergeben, als Bescheinigung anerkennen.

Sollten Sie von diesen Stellen keine oder keine ausreichende Bescheinigung erhalten oder die Bank diese nicht akzeptieren, wenden Sie sich an das Vollstreckungsgericht oder die Vollstreckungsbehörde.

Höhere Gebühren für ein P-Konto

Die höheren Gebühren für ein P-Konto seien unzulässig, die betroffenen Kunden würden unangemessen benachteiligt – so urteilte der BGH. Alle Kreditinstitute seien gesetzlich verpflichtet, ein P-Konto anzubieten. Für die Erfüllung dieser gesetzlichen Pflicht dürften Banken und Sparkassen aber keine gesonderten Gebühren verlangen. Im Fall des P-Kontos sei dies auch der deutliche Wille des Gesetzgebers gewesen. Hinweis: Zuviel gezahlte P-Konto Gebühren können von der Bank zurückverlangt werden! Hier können Sie einen Musterbrief zur Rückforderung der zuviel gezahlten Gebühren beim P-Konto als PDF herunterladen.

P-Konto nicht ohne Grund einrichten!

Viele Verbraucherschützer raten dazu, ein P-Konto erst bei gegebenem Anlass einzurichten. Dies hat im wesentlichen zwei Gründe: Zum einen fallen die Gebühren für ein P-Konto in vielen Fällen sehr hoch aus. Die bisherigen Erfahrungen hierzu lassen einen Trend erkennen: Unliebsame Kunden sollen durch hohe Kontoführungsgebühren möglichst vergrault werden.

Zum Anderen ist als weiteres Risiko bei der Einrichtung eines P-Kontos die explizite Meldung an die Schufa zu nennen, die eine doppelte Nutzung verhindern soll. Diese Meldung könnte zu einer Verschlechterung der Bonität führen, die wiederum Probleme bei anderen Banken nach sich ziehen kann.

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